Compliance bei ausgehenden Anrufen
Was der TCPA und ähnliche Gesetze verlangen, bevor Ihre Agenten ausgehende Anrufe tätigen, und was die einmalige Bestätigung im Dashboard bedeutet.
Bevor eine Organisation erstmals ausgehende Anrufe über ThunderPhone tätigt
(eine Kampagne startet oder POST /v1/call aufruft), bestätigt ein Organisationsadministrator
einmalig, dass die ausgehenden Anrufe der Organisation dem geltenden Recht entsprechen.
Auf dieser Seite wird erläutert, was dies konkret umfasst.
Anrufe an US-Nummern: der TCPA
Der Telephone Consumer Protection Act (TCPA) und die Umsetzungsregeln der FCC (47 CFR § 64.1200) regeln automatisierte ausgehende Anrufe. Die Regeln, die für KI-Sprachagenten am häufigsten relevant sind:
- Einwilligung. Anrufe, die eine künstliche, vorab aufgezeichnete oder KI-generierte Stimme verwenden, erfordern in der Regel die vorherige ausdrückliche Einwilligung der angerufenen Person — bei Marketinganrufen eine vorherige ausdrückliche schriftliche Einwilligung. Die Einwilligung muss vor dem Anruf eingeholt werden und kann jederzeit widerrufen werden.
- Identifizierung. Der Anruf muss angeben, wer anruft, und eine Kontakttelefonnummer bereitstellen.
- Nicht anrufen. Marketinganrufe müssen das nationale Do-Not-Call-Register und Ihre eigene interne Nicht-anrufen-Liste berücksichtigen; Abmeldeanfragen müssen unverzüglich umgesetzt werden.
- Anrufzeiten. Marketinganrufe sind auf 8:00–21:00 Uhr in der Ortszeit der angerufenen Person beschränkt (in ThunderPhone-Kampagnen können Sie Anrufzeiten festlegen).
- Gesetze der Bundesstaaten. Mehrere Bundesstaaten ergänzen diese Regelungen durch eigene „Mini-TCPA“-Gesetze (Florida und Oklahoma werden häufig genannt), teils mit strengeren Vorschriften zur Einwilligung oder zu Anrufzeiten.
Die gesetzlich vorgesehenen Schadensersatzbeträge liegen bei 500–1.500 $ pro Anruf. Deshalb ist eine sorgfältige Einwilligungsverwaltung in Ihren Kontaktlisten wichtiger als jeder andere einzelne Faktor.
Anrufe in andere Länder
Außerhalb der USA gelten die Vorschriften des Ziellands — beispielsweise PECR-/Ofcom-Regeln im Vereinigten Königreich, CRTC-Telemarketingregeln und CASL in Kanada sowie ACMA-Regeln in Australien. Die Anforderungen betreffen typischerweise Einwilligungen oder Opt-out-Register, Anrufzeiten und die Identifizierung des Anrufers.
Was die Bestätigung bedeutet
Das Dashboard fordert einen Organisationsadministrator auf, einmalig zu bestätigen, dass die Organisation die Verantwortung dafür übernimmt, dass ihre ausgehenden Anrufe diesen Gesetzen entsprechen. Dies gilt nur für Anrufe, die Ihre Agenten ausgehend tätigen — eingehende Anrufe und Anrufweiterleitungen sind niemals betroffen — und laufende Kampagnen werden dadurch niemals unterbrochen. Organisationen, die vor dem 3. August 2026 bestanden, werden überhaupt nicht dazu aufgefordert.